Information
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Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Nachfolgend haben wir Ihnen einige kurze Informationen über unser Heim zusammengestellt:

Allgemeines:

  • Das Pater-Rupert-Mayer-Heim ist ein gemischtes Studentenwohnheim.
  • Das Pater-Rupert-Mayer-Heim lebt von der Initiative und Mitarbeit seiner Studenten. Traditionell wird das Wohnheim von den Studenten mit verwaltet.
  • Das Pater-Rupert-Mayer-Heim ist ein Nichtraucherwohnheim.
  • Es stehen 91 Wohnheimplätze zur Verfügung.
  • 20% der Zimmer sind ausländischen Studenten vorbehalten. Um möglichst vielen Nationalitäten eine Wohngelegenheit bieten zu können, können pro Land maximal drei Heimbewohner berücksichtigt werden.

Zimmer:

  • Größe der Zimmer: 8,5-12 Quadratmeter
  • Miete: 180 € (ca. 8,5 m²), 210 € (ca. 10 m²), 245 € (ca. 12 m ²) inklusive 3 € Stromkostenvorschuss
  • Nebenkosten: Anfallende Stromkosten je Zimmer
  • Waschgelegenheit (Warmwasser) in jedem Zimmer
  • Telefonanschlussmöglichkeit in jedem Zimmer alternativ: Gemeinschaftstelefon auf jedem Gang
  • Anschlussmöglichkeit an hausinternes 100Mbit/s-Computernetzwerk (LAN) mit Netzwerkdrucker (HP 4100 DTN)
  • Anschlussmöglichkeit an 100 Mbit/s-Internetverbindung (kostenlos)

Sanitäre Einrichtungen/Küchen:

  • Herren- und Damenduschen auf jedem Stockwerk
  • Herren- und Damen-WCs auf jedem Stockwerk
  • Gemeinschaftsküchen mit Kühl- und Gefriermöglichkeit auf jedem Gang

Gemeinschaftseinrichtungen:

  • Gemeinschaftsräume auf jedem Stockwerk
  • Barraum
  • Musikzimmer mit Klavier (Miete: 2,50 € monatlich)
  • Studentenwerkstatt zur freien Nutzung
  • Fernsehraum mit HD-Fernseher mit Sat-Empfang
  • Kopierer (Duplex, Einzelblatteinzug und Sorter)
  • Kaltgetränkeautomaten
  • Waschmaschinen und Wäschetrockner (Münzbetrieb)
  • Trockenraum mit Luftentfeuchter
  • Fahrradstellplätze
Gemeinschaftsraum
Ämter und Gruppen
Ämter und Gruppen

Ämter und Gruppen

Heimleitung:
Die Heimleitung untersteht dem Vorstand (Pater-Rupert-Mayer-Heim e.V.) und leitet das Wohnheim. Ihr gehören der Heimleiter, die Heimverwaltung, der Hausmeister und die Finanzverwaltung an.
Unser Wohnheim ist teilweise selbstverwaltet, wodurch viel vom Engagement unserer Bewohner abhängt. Neben der Heimleitung gibt es einige Ämter, in denen man seinem Tatendrang ungezügelt freien Lauf lassen kann.


Heimsprecher:
In unserem Heim gibt es zwei Heimsprecher. Sie werden auf unserer Jahresvollversammlung von den Bewohnern für ein Jahr gewählt. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Interessen der Bewohner wahrzunehmen und, falls erforderlich, mit Hilfe der Heimleitung umzusetzen.


Stockwerkssprecher:
Jeder Stockwerksflügel wählt pro Semester zwei Stockwerkssprecher. Diese kümmern sich um die Belange der Bewohnerschaft und sind für ein gut funktionierendes Zusammenleben auf den Stockwerken verantwortlich.


Tutoren:
Für das "Entertainment" im Wohnheim sind die Tutoren zuständig. Sie organisieren Barabende, Kegelabende, das Sommerfest und vieles mehr. Die Tutoren werden jährlich von allen Heimbewohnern bei der Heimvollversammlung gewählt und finanziell von der Heimverwaltung und dem Studentenwerk unterstützt.

Netzwerkler:
Seit Juni 2000 verfügt das Wohnheim über ein Computernetzwerk mit Internetanschluss. Dieses Netz wurde von Studenten geplant und aufgebaut. Aus dieser Gruppe bildeten sich die Netzwerkler, welche das Netz administrieren.

Desweiteren gibt es noch jede Menge kleinerer Aufgaben, wie z.B. den Kopierwart, den Druckerwart oder den Blumendienst. Damit unser Wohnheim so prächtig wie bisher funktioniert, ist, die Mithilfe aller Bewohner notwendig. Deshalb sollte jede/r während ihrer/seiner Wohnzeit im Wohnheim zumindest eines dieser Ämter für einen gewissen Zeitraum ausüben.

Unser Namenspatron
Unser Namenspatron

Seliger Pater Rupert Mayer SJ

Ausbildung

Rupert Mayer wurde am 23. Januar 1876 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg, München und Tübingen. In allen drei Städten wurde er Mitglied von nichtschlagenden, katholischen Studentenverbindungen, in München war es die K.D.St.V. Aenania, die heute noch in der Türkenstraße zu finden ist.


Nach Abschluss seines Studiums wurde er 1899 zum Priester geweiht. Seinem Wunsch, ein Noviziat als Jesuit anzutreten, konnte er in Deutschland nicht nachgehen, da hier zu dieser Zeit der Jesuitenorden aufgrund von Verwerfungen zwischen Papst Pius IX. und dem Königreich Preußen bzw. dem nachfolgenden Deutschen Reich verboten war. Daher trat er 1900 den Jesuiten in Feldkirch in Vorarlberg bei. Er setzte seine Ausbildung auch in den Niederlanden fort und war ab 1906 als Volksmissionar in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden unterwegs. Volksmissionare hatten die Aufgabe, der abnehmenden Gläubigkeit der Bevölkerung durch Predigten und Beichtangebote in den besuchten Pfarreien entgegenzuwirken.


Ab 1912 war er als Seelsorger für die Zuwanderer in München zuständig, bevor er sich im Ersten Weltkrieg als Militärseelsorger zur Verfügung stellte. Dabei verlor er 1916 ein Bein und erhielt als erster Seelsorger das Eiserne Kreuz, die höchste deutsche Kriegsauszeichnung.

Widerstand gegen die Nazis

Nach dem ersten Weltkrieg rief Pater Rupert Mayer die Menschen zur Erneuerung auf und wurde zunehmend politisch und gesellschaftlich aktiv. 1921 wurde er von Kardinal von Faulhaber zum Präses (also dem geistlichen Begleiter) der Marianischen Männerkongregation (heute „Gemeinschaft Christlichen Lebens“, eine Laienorganisation der Jesuiten) berufen. Er machte sie zu einem Zentrum einer neuen Großstadtseelsorge und erhielt dabei den Beinamen „Apostel Münchens”. Schon vor der Machtübernahme der Nazis erkannte Rupert Mayer deren Gefährlichkeit. Er kämpfte für die Religionsfreiheit sowie die Rechte der Kirche und erklärte die Unvereinbarkeit von Katholizismus und Nationalsozialismus. Trotz Beschränkungen und Verboten protestierte er immer wieder öffentlich gegen das Regime.
Wegen seiner kritischen Predigten wurde 1937 ein Redeverbot gegen ihn verhängt. Weil er es nicht befolgte, wurde er zwei Monate später verhaftet und wieder einen Monat später wegen Kanzelmissbrauchs verurteilt. Während des Verfahrens erklärte er: „Trotz des gegen mich verhängten Redeverbotes werde ich weiterhin predigen, selbst dann, wenn die staatlichen Behörden meine Kanzelreden als strafbare Handlungen und als Kanzelmissbrauch bewerten sollten.“ Die Strafe musste er jedoch auf Grund der Entrüstung des Kardinals und der Bevölkerung vorerst nicht verbüßen. Er predigte jedoch weiterhin gegen die Nazis und wurde daraufhin im Januar 1938 erneut inhaftiert. Nach vier Monaten kam er durch eine Amnestie unter der Bedingung des Predigtverbots frei, an das er sich hielt. Er weigerte sich jedoch, das Beichtgeheimnis zu brechen, und wurde daraufhin im November 1939 zum dritten Mal verhaftet. Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Konzentrationslager Sachsenhausen hatte sich sein Gesundheitszustand so sehr verschlechtert, dass die Nazis Angst hatten, er könnte durch seinen Tod Märtyrerstatus erlangen. Daher internierte man ihn im Kloster Ettal.

Tod und Seligsprechung

Als er nach Kriegsende freikam lebte er noch ein halbes Jahr in München, bis er während einer Predigt in St. Michael (in der Fußgängerzone) an Allerheiligen 1945 einen Schlaganfall erlitt und verstarb. Sein Grab wurde einige Jahre nach seiner Beisetzung in Pullach in die Unterkirche der Münchner Bürgersaalkirche (der Bet- und Versammlungssaal der Marianischen Männerkongregation, ebenfalls in der Fußgängerzone) verlegt, da der Andrang an Pilgern zu seinem Grab so groß war. Die 1950 eingeleitete Seligsprechung erfolgte schließlich 1987 durch Papst Johannes Paul II. im Olympiastadion.

Quellen:

[1] Deutsche Wikipedia, [2] Englische Wikipedia, [3] http://www.erzbistum-muenchen.de/EMF076/EMF007520.asp (ausführlicher Deutscher Text), [4] http://www.erzbistum-muenchen.de/EMF095/EMF009478.asp (viele Bilder), [5] http://www.apostleship-prayer.org/stq4/stRupMay.htm (ausführliche engl. Quelle)